Hallo zusammen,
ich möchte alle Mitglieder und Freunde des Vereins herzlich zu unserer Jahreshauptversammlung einladen. Der Termin dafür ist der Samstag, 28.02.2026; um 15 Uhr beginnen wir die Veranstaltung in der Alten Schule in Inneringen.
Wir können auf ein erfolgreiches Jahr 2025 zurückblicken: in unserer dritten Saison hatten wir eine schöne Ernte, tolle Veranstaltungen und wieder viele Helfer, ohne die die ersten beiden Punkte nicht möglich gewesen wären. Und auch der Ausblick auf die kommende Saison ist sehr positiv. Wir haben jetzt bereits fast wieder so viele Anteile vergeben wie im Vorjahr; die Vorzucht für die neue Ernte hat bereits begonnen; und wir sind in den letzten Zügen der Veranstaltungsplanung für 2026. Eine volle Vorstellung der Pläne für 2026 folgt an der Versammlung sowie dann im Nachgang per Mail und auf der Webseite.
Zur (Vorläufigen) Tagesordnung:
1.Punkt: Entgegennahme des Jahres- und Kassenberichts des Vorstands für das abgelaufene Haushaltsjahr
2.Punkt: Entgegennahme des Berichts der Kassenprüferin sowie Antrag auf Entlastung des Vorstands
3.Punkt: Wahl der Vorstände.
4.Punkt: Vorstellung der Finanzplanung für 2026 und der jetzt final berechneten Solidarbeiträge
5.Punkt: Vorstellung der Termine, Kisten- und Anbauplanung, Veranstaltungen 2026
6.Punkt: Entscheidung über neue Struktur des Gemüseanbaus: Separierung von Verein und Landwirtschaft
Der letzte Punkt braucht eine bessere Erklärung.
Wie bekannt ist: wir haben den Verein 2022 als kleinen „Gemeinschafts“garten gegründet, mit einer Fläche von etwa 1000 Quadratmetern ging es los. Inzwischen sind die bewirtschafteten Flächen auf 6000 Quadratmeter gewachsen. Wir bewegen uns auf die 50 Ganzen Anteile zu, füllen 32 Wochen im Jahr die Kisten, und erreichen inzwischen knapp 100 Mitglieder. Es war ursprünglich der Plan, den Garten einerseits gemeinsam zu führen, andererseits irgendwann „hautamtlich“ an eine Person übergeben zu können, der/die dann bei der Solawi angestellt sein sollte. Allerdings haben sich zwei Tatsachen abgezeichnet: einerseits finden wir niemandem, der den Gartenbau sinnvoll betreiben kann; andererseits ist Ehrenamt und freiwillige Arbeit in Anbetracht der Größe des Projekts nicht mehr ausreichend bzw. zu erwarten. Meine Elternzeit geht zu Ende, und ein ehrenamtliches Engagement im bisherigen Umfang ist für micht nicht mehr umsetzbar.
Nach langer Überlegung habe ich mich daher dazu entschlossen, folgende Lösung vorzuschlagen: ich führe den Gemüseanbau für die Solawi als Landwirt fort, und kümmere mich zukünftig selbst um den Betrieb. 2025 habe ich bereits die Anbauplanung usw. vollständig selbst übernommen, genauso einen Großteil der laufenden Aufgaben. Ich denke, an meiner Eignung sollte es nicht (mehr) scheitern. Dennoch ist das für mich kein leichter Schritt: ich habe mich noch nie als Landwirt gesehen, und nie mit diesem Weg gerechnet. Mit drei Töchtern und neben meiner voll berufstätigen Frau halte ich das allerdings inzwischen für die sinnvollste Lösung, die am besten zu unserem Familienleben passt. Ich möchte mich zukünftig voll auf die Solawi konzentrieren, und – nach wie vor – dafür sorgen, dass Ernte, Veranstaltungen und Kommunikation reibungslos ablaufen.
Entgegen meiner bisherigen Annahme ist eine Anstellung von mir selbst beim Verein allerdings aus verschiedenen, vor allem steuerrechtlichen Gründen leider nicht möglich. Ich möchte daher das bestehende Kooperationsprinzip nutzen: ich, als Landwirt, erzeuge Gemüse für die Solawi; die Solawi finanziert im Ausgleich den Anbau. An Beiträgen, Vollkostenrechnung, Transparenz, Kassenführung usw. wird sich nichts ändern. Die vollen Details zeige ich an der Versammlung, ich möchte natürlich vor dieser Änderung eure Zustimmung. Alles in allem bedeutet es zwar eine rechtliche und vor allem organisatorische Umstellung, die jetzt ihre Zeit in Anspruch nehmen wird; an unserem Angebot und unserer Identität als Verein wird sich aber nichts ändern.
Als 1. Vorsitzenden möchte ich mich trotzdem wieder zur Wahl stellen. Die Kombination aus diesen beiden Rollen ist machbar – solange die Mitgliederversammlung dem zustimmt. Darüber soll konkret abgestimmt werden. Eine Satzungsänderung ist für diese Umstrukturierung tatsächlich (und glücklicherweise…) nicht notwendig.
Durch diese Trennung kann auch der Verein (e.V.) stärker seine Rolle als Gemeinschafts- und Ehrenamtsstruktur wahrnehmen – mit Fokus auf Bildung, Veranstaltungen, Mitmachaktionen und allem, was über den reinen Gemüseanbau hinausgeht. Gleichzeitig erhalte ich die Möglichkeit, den Betrieb so zu führen, wie es für eine nachhaltige Gärtnerei notwendig ist. In diesem Zusammenhang möchte ich noch einmal darauf hinweisen, dass wir uns über alle Mitglieder freuen, die sich vorstellen können, ein Teil des Vorstands zu werden: bis zur Versammlung nehmen wir gerne eure Meldungen und Vorschläge entgegen.
Ich hoffe dass das in etwa verständlich und vorstellbar für euch ist. Wir freuen uns auf alle Besucher der Veranstaltung, auf einen regen Austausch und vor allem – auf ein erfolgreiches Jahr 2026. Vielen, vielen Dank für eure Unterstützung!
Viele Grüße,
Philipp Teufel
